Juchow(heute Juchowo) liegt westlich von Neustettin am Juchower See. Das Dorf hatte ein eigenes Gut und eine eigene Kirche. Zur Gemeinde gehörten noch Falkenhagen und Gut Buchenau(Neu Bärbaum). Das imposante Gutshaus ist mittlerweile leider stark zerfallen.
Laut Werner Lemke (Der ritterliche Kreis Neustettin nach Klassifikation 1717) gehörte Juchow zunächst der Familie von Kleist. Laut einem Bericht von Prof. Dr. Hans-Peter Becht kaufte der reiche Pforzheimer Unternehmersohn und Reichstagsabgeordnete August Dennig das Gut von Wilhelm Konrad Johann von Kleist, einem entfernten Verwandten Heinrich von Kleists. 1875 siedelten die Dennigs in das Schloss über, 1883 starb August Dennig. Die Familie blieb aber in Juchow und stiftete dem Dorf 1927 die Kirche. Noch heute sind die Namen der Stifter in den Kirchenfenstern zu lesen, für Heinrich Dennig gibt es in der Kirche eine eigene Gedenktafel. Im Schloss wurde die zweitgrößte Bibliothek der Region nach jener im Stettiner Gymnasium eingerichtet, ebenfalls ein Verdienst der Familie Dennig.

Finanzamt Neustettin, Amtsgericht Neustettin, Standesamt Juchow

Einwohner 1864: 290
Einwohner 1925: 397
Einwohner 1939: 582

Mögliche Quellen für die Familienforschung:
Kirchenbücher bzw. Duplikate von Juchow liegen für 1810-1874 im Landesarchiv Greifswald.
Die Kirchenbücher von Juchow sind online einsehbar.
Standesamtsunterlagen ab 1874 sind im Staatsarchiv Köslin zu finden.
Grundbücher sind wahrscheinlich in der Außenstelle des Archivs Köslin in Neustettin zu finden.

Juchow, Kirche und Juchower See

 
Juchower See
 
Juchower See, rechts ein Teil des Gutsgeländes
 
Juchower See und ein Teil des Gutsgeländes
 
Kirche und Dorfstraße in Juchow
 
Dorfstraße in Juchow
 
Kirche und Dorfstraße in Juchow
 
Dorfstraße in Juchow
 
die Kirche in Juchow
 
noch einmal die Kirche in Juchow
 
Teil des Gutsgeländes
 
Teil des Gutsschlosses 2012
 
das zerfallene Gutsschloss 2012
 
Teil des Gutsschlosses 2012

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